Job und Pflege meistern: Welche Strategien entlasten Angehörige?

Shownotes

Sechs von zehn pflegenden Angehörigen sind berufstätig. Den Beruf und die Pflege miteinander zu vereinbaren, ist oftmals eine Herausforderung. Welche Strategien helfen Angehörigen? Was bringt Entlastung? Wie finden pflegende Angehörige Unterstützung, auch im Job? Das ist Thema dieser Folge “Leben. Lieben. Pflegen. Der Desideria Podcast zu Demenz und Familie”.

Podcast-Host Peggy Elfmann spricht mit ihrem Gast Anja Kälin, Familiencoach bei Desideria, über die Situation von Angehörigen, die auch berufstätig sind. “Das ist ein Rollenkonflikt”, stellt Anja klar. Um beide Rollen zu vereinbaren brauche es ein unterstützendes Umfeld, im Beruf und auch ein Pflegenetzwerk.

Wichtig sei es zuerst, sich über die Rollen und die Bedürfnisse bewusst zu werden. “Das ist tatsächlich auch unsere Aufgabe, dass wir darüber laut und offen sprechen”, sagt Anja. “Ich muss lernen, was ich brauche und dies zu fordern. “

Wie es konkret gelingt, in diese Rollenklarheit zu kommen und auch in stressigen Momenten im Job mit der Pflege-Aufgabe umzugehen, darüber spricht Anja Kälin in “Leben. Lieben. Pflegen.”

Außerdem:

  • Wie offen sollte ich im Job mit der Pflege-Situation umgehen?
  • Wo finde ich Unterstützung im Unternehmen?
  • Wie vergesse ich mich in all der Care-Arbeit nicht?
  • Wissenswert: Angehörigenberatung hat eine Schlüsselfunktion

Hört gerne in die Folge hinein und leitet sie an andere Angehörige und Interessierte weiter.

Wir freuen uns über Feedback. Fragen, Kritik und Anmerkungen gerne an podcast@desideria.org

Host und Redaktion: Peggy Elfmann

Technik und Produktion: Till Wollenweber

Weitere Links zur Folge:

Studie der Universitätsklinikums Erlangen zur Erwerbstätigkeit pflegender Angehöriger: “Pflegebedingte Beendigung der Erwerbstätigkeit pflegender Angehöriger: Identifikation eines Risikoprofils

Pflege-Bericht des WIdO, Belastungen und Lösungen für Vereinbarkeit

Angebote von Desideria:

Die nächsten Impulsworkshops:

22.5.25 um 19:00 Zwischen Pflege und Beruf: Wie kann Vereinbarkeit gelingen?

26.6.25 um 19:00 Biografiearbeit: Mit den Erinnerungen arbeiten

Termine und Anmeldung zu den kostenfreien Angehörigenseminaren

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Kommentare (1)

PRK

Ich habe mich 15 Jahre um meine zunehmend dement werdendeMutter gekümmert und den Spagat relativ gut hinbekommen. Auch wenn es sehr intensiv war. Im Sommer ist meine Mutter gestorben und quasi über Nacht wurde mein Vater von vergesslich zu dement. Zum einen schwinden meine Kräfte langsam und zum anderen habe ich eine neue Führungskraft und veränderte Bedingungen in der Arbeit, sehr viel Druck und immer mehr Anforderungen. Nach 30 Jahren im Job hab ich jetzt als „Hilfe“ ein Seminar zum „Richtig priorisieren“ bekommen. Das Problem ist, dass mein Vater jegliche fremde Hilfe strikt ablehnt. Und sich auch nicht priorisieren lässt. Wenn er seine Schlüssel sucht, ist Panik! Ich muss auch zu jedem Arzttermin mit, weil er fast taub ist. Ich habe permanent ein schlechtes Gewissen. Sein Verhalten ist unwahrscheinlich schwierig und aggressiv, aber trotzdem tut er mir natürlich leid und ich kann nicht anders, als ihm jederzeit zu helfen.

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