Loslassen, ohne aufzugeben: Als pflegende Angehörige auf eigene Grenzen achten. Mit Hella Horsmann
Shownotes
"Jetzt ist dein Tag. Gestern ist schon vorbei. Morgen kommt erst noch. Mach daraus deinen besten Tag.“ Das sagt Hella Horsmann, Gast in der neuen Episode "Leben. Lieben. Pflegen".
Wann ist der Moment, an dem man merkt: Ich kann nicht mehr? Bei vielen pflegenden Angehörigen kommt er spät und leise. In dieser Episode spricht Podcast-Host Peggy Elfmann mit Hella Horsmann. Sie ist Gesundheits- und Achtsamkeitstrainerin und pflegt ihren an Alzheimer erkrankten Mann. Hella Horsmann erzählt, wie die Krankheit sich in ihr Leben schlich, sie alles alleine meistern wollte bis sie vor zwei Jahren an ihre körperlichen und seelischen Grenzen kam – und wie sie lernte loszulassen, ohne aufzugeben.
Es geht um schwere Entscheidungen, das Gefühl von Schande und um Vertrauen, um die eigene Kraft und darum, wie aus dem Loslassen am Ende eine neue Leichtigkeit wurde. Für sie und auch für ihren Mann.
Hella erzählt, dass es ihr in den Jahren der Pflege auch schwergefallen ist, auf sich zu achten: „Dieses ‚Achte auf deine Grenzen‘, das halte ich wie ein Stoppschild hoch. Aber das ist mir tatsächlich bei allem Wissen auch ab und zu mal davongeschwommen.“
Auf die eigenen Grenzen zu achten, das sei auch ein Weg gewesen. Ihr helfen dabei kleine Erinnerungen.. Hella Horsmann erzählt: „Ich habe mir eine Erinnerungsmuschel vom Strand von Norderney in meine Tasche gesteckt, dass ich wirklich auch immer wieder so daran denke: atme, oder komm, geh einmal an die frische Luft oder tu eine Kleinigkeit für dich. Also das waren wirklich so kleine Hilfsanker, die ich mir dann genommen habe.“
Hör dir gerne die Folge an und nimm dir heute bewusst einen kleinen Moment für dich!
Alles Gute, Peggy
Redaktion & Host: Peggy Elfmann Technik & Produktion: Till Wollenweber
„Leben. Lieben. Pflegen." ist ein Angebot von Desideria. Mehr Infos: www.lebenliebenpflegen.de
Für Kommentare, Themenideen und Kooperationsanfragen, schreibt gerne an: podcast@desideria.org
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Angehörigenseminare: Alle Infos und Termine weitere Infos Experten-Session: Selbstfürsorge bei Demenz am 21. Juli um 18:30 Uhr mit Dr. Sarah Straub weitere Infos und Anmeldung
Transkript anzeigen
00:00:00: Oft gibt es so einen Moment, in dem man merkt ich kann nicht mehr.
00:00:04: Bei vielen pflegenden Angehörigen kommt dieser Moment sehr spät und oft auch so leise dass man ihn selbst kaum hört.
00:00:11: In dieser Episode Leben lieben Pflegen.
00:00:13: der Desideria Podcast zu Demenz und Familie spreche ich mit meinem Gast Heller Horstmann über ihre schwere Entscheidung für den Umzug ihres Mannes an ein Pflegeheim was ihr geholfen hat Und wie aus dem Loslassen eine neue Leichtigkeit wurde und zwar für beide
00:00:32: Der Desideria-Podcast zu Demenz und Familie.
00:00:45: Herzlich willkommen zur Leben, lieben Pflegen.
00:00:48: der Desideriapodcast für Demenz & Familie.
00:00:52: Mein Name ist Peggy Elfmann.
00:00:53: ich bin Journalistin und Pflegende Angehörige.
00:00:56: hier im Podcast spreche ich mit meinen Gästen über Themen die Angehörtige und Pflegende beschäftigen.
00:01:02: Ich möchte euch wissen und Anregungen für euren Alltag geben.
00:01:06: Mein heutiger Gast ist Hella Horsemann.
00:01:09: Sie hat ihren Mann lange zu Hause gepflegt mit großer Liebe und Kraft, als wir uns neulich begegnet sind, hat mich tief berührt, mit welcher Klarheit und Offenheit sie über ihren Weg gesprochen hat – über die schweren Momente, über das Gefühl von Schander auch und darüber wie aus dem Loslassen eine neue Leichtigkeit wurde.
00:01:30: Herzlich willkommen bei Leben, Leben pflegen!
00:01:33: Ja, guten Tag.
00:01:34: Ich freue mich auch sehr über die Einladung!
00:01:37: Bevor ich anfangen, habe ich noch eine kleine Bitte an unsere Zuhörenden bitte teilt im Podcast gerne mit anderen Angehörigen und Interessierten.
00:01:45: Ich freu' mich auch wenn ihr Leben lieben Pflegen abonniert und uns auf der Podcastplattform eurer Wahl positiv bewertet.
00:01:51: Ganz herzlichen Dank dafür!
00:01:54: Ja liebe Frau Horstmann wir kennen uns ein klein wenig aber die Zuhöhrende natürlich nicht.
00:02:00: Mögen Sie uns anfangs ganz kurz erzählen, wer sie sind und wer ihr Mann ist?
00:02:05: Wie die Demenz sich quasi in ihr Leben geschlichen hat.
00:02:09: Ja ich wohne in Hattingen das ist mitten im Urgebiet in der Nähe von Essen In einem kleinen Vorort.
00:02:19: Und dass es im weiteren Verlauf auch wichtig für unser Gespräch Es ist ungefähr sieben Jahre her, als ich bemerkte, als sich Unregelmäßigkeiten bemerkte.
00:02:32: Sowohl in der Persönlichkeit meines Mannes auffälligkeiten als auch im Vergesslichkeiten Konzentrationsschwierigkeiten und wie das so ist in einer langen Ehe- und Beziehung man springt ein als Partnerin dann hilft aus mit vergessen Namen und Ähnlichem und kompensiert einfach das automatisch, was in der Situation eben angemessen ist sowohl im Umgang mit mir unserer Familie oder auch in Begegnung.
00:03:08: Dann fiel mir im weiteren Verlauf auch durch Gespräche mit meinen Söhnen auf die äußerten, ah das fällt uns beim Papa schon etwas länger auf dass wirklich mein Fokus geschärft wurde und es kamen dann wie das leider manchmal bei einer beginnenden Demenz auch ist, auch Unruhe- und Aggressionsphasen die ich sogar nicht von meinem Humor vollen und ausgeglichenen Mann kannte.
00:03:41: Und das war wirklich... Sieht nicht einfach.
00:03:48: Also es war tatsächlich so, dass ich im Anfang auch versucht habe lange zu erklären da ich noch gar nicht so viel wusste über das Thema Demenz.
00:03:59: So jetzt weiß ich mittlerweile kurz und bündig Und dann kommt es hoffentlich an Ja also Ich hab mich denn kundig gemacht und Das auffallendste war im Grunde genommen auch Dann das Jahr Also, es starb meine Schwiegermutter und mein Mann reagierte gar nicht.
00:04:27: Er war wie zu einer Salzsäule erstarrt.
00:04:32: Mein Schwager und ich, wir haben dann die Formalitäten und alles was dazugehörte auch zusammen mit unserer Familie bewältigt.
00:04:42: Und im Anschluss danach habe ich einen Neurologenauf gesucht.
00:04:48: Es war natürlich in der Zwischenzeit auch die Corona-Zeit, was gar nicht so einfach
00:04:52: war.
00:04:54: Und Herr Neurologe kannte meinen Mann schon, weil er vor Jahren wegen einer Facialisparise also eine Gesichtslehmung bei ihm in Behandlung war.
00:05:04: Der hat sehr schnell bei den Tests, also diesem MMST-Test beim Ohrentest im Gespräch, hat er sehr schnell eben geäußert es sei ein Alzheimer-Demenz so die Diagnose stand.
00:05:22: Und ich muss ganz ehrlich sagen, bei aller Unsicherheit, die da war, war auch eine Funkenerleichterung.
00:05:29: Wir wussten jetzt, woran wir
00:05:30: sind.".
00:05:32: Ich wollte grad fragen... Das war ja dann auch davor ne ganze Weile in der diese Unsicherkeit oder das Unwissen da war.
00:05:43: Können Sie sich noch daran erinnern was sie dachten?
00:05:45: Was dahinter steckt und wie es Ihnen damit überhaupt ging?
00:05:51: Also ich glaube, dass tatsächlich mein Mann auch seine Defizite bemerkt hat.
00:05:57: Er äußerte zwischendurch mal... Wie hatte das noch ausgedruckt?
00:06:05: So ein Schwirren im Kopf!
00:06:07: Da ist so eine Bewegung in meinem Kopf und ich merke jetzt nach sieben Jahren und ich denke damit hängt es wirklich auch stark zusammen Er hat sich absolut verändert und ich finde zu seinem besseren.
00:06:21: Und ich merke, dass er sagt – häufig sagt auch du weißt das alles so gut?
00:06:31: Wie gut, dass du dich auskennst!
00:06:33: Ich denke, das ist wirklich diese Unsicherheit die im Frühling Krankheitsstadion einfach auch da ist.
00:06:43: Was ist mit mir los?
00:06:44: Ich weiß das nicht mehr, ich wusste das doch immer oder ich konnte es doch immer!
00:06:50: Mein Mann war ein sehr guter Handwerker also er hat wirklich sehr praktisch veranlacht vieles gemacht ja was ich nach und nach dann selber übernommen habe und bin Gott sei Dank auch nicht unpraktisch Was ein Glück ist, ja ich bin In-Einrichterin.
00:07:14: Also im Grunde genommen habe ich schon mit diesem Thema eher mit Ausfernräumen und später auch im Laufe der Zeit durch eine eigene schwere Erkrankung mehr mit inneren Räumen zu tun gehabt.
00:07:30: Das heißt Ich hab mich weiter gebildet.
00:07:32: Ich bin Gesundheitstrainerin, ich bin Achtsamkeits-Trainerin Spannungs- und Klangpädagogin.
00:07:39: Das ist ganz viel Wissen, aber das abzurufen in einer ureigenen ganz persönlichen Situation ist nicht so einfach gewesen.
00:07:50: Wie hat sich denn Ihr innerer Raum oder den Raum, den Sie und Ihr Mann geteilt haben verändert durch die Erkrankung?
00:07:59: Also ich habe zunächst angefangen... Ich bin eine begeisterte Verfechterin des Lebens langen Lerns.
00:08:08: Also ich habe erst mal ganz viel gelesen.
00:08:10: Ich hab mich erstmal kundig gemacht und ich habe erfahren, also ich habe auch eine Schulung gemacht bei der Alzheimer-Gesellschaft.
00:08:18: Ich habe erfahren das ist wie ich mit ihm umgehen kann dass es auch für uns beide oder unsere Familie auch leichter wird.
00:08:29: Das heißt ich habe mich kurz gefasst.
00:08:35: Was aber immer schwerer möglich war, ihn zu aktivieren zu Dingen die ihm vorher Spaß gemacht haben.
00:08:42: Was hat er denn gerne gemacht zum Beispiel?
00:08:44: Also mein Mann hat es zum Beispiel in einer Band Saxophon gespielt und also zur Musik ihn wieder zu motivieren.
00:08:56: Er ist begeisterter Fußballer, begeisterte Sportler, lange Spaziergänge mit ihm gemacht versucht an der Tagesstruktur hinzubekommen was wirklich schwierig war denn mein Mann war immer ein sehr selbstbestimmter Mensch Und er ist Bauingenieur und war auch viel beruflich wirklich unterwegs.
00:09:20: Und von daher plötzlich sich in neue Lebensumstände hineinzufinden, war für ihn schwierig – war für mich schwierig und auch für unsere Familie.
00:09:34: Also es ist ein Weg ganz einfach, ne?
00:09:37: Und so von der anfänglichen Begleitung bis hinterher wirklich zur Unterstützung in der Pflege, ja das schleicht sich so hin.
00:09:50: Es ist schon eine lange Zeit und dass ich mich dabei trotz allem gelernten oder auch weitergegebenen Wissen zeitweise aus dem Blick verloren habe Ich kann es gut verstehen.
00:10:09: jetzt im Nachhinein.
00:10:10: Ich habe wieder Kraft, ich bin froh dass sie wieder da ist und das Leichtigkeit wie Sie schon sagten auch in diesem Jahr wieder eingekehrt ist.
00:10:20: aber so die beiden letzten Jahre waren wirklich richtig schwer Und ich hab erst überlegt, soll ich es erzählen?
00:10:29: Weil ich möchte natürlich auch ... Jeder Fall ist anders.
00:10:33: Sicher!
00:10:34: Oder jede Situation.
00:10:36: Die Menschen sind sehr individuell und ich möchte dazu Aufklärung beitragen und nicht verschrecken.
00:10:44: Also das sage ich ganz einfach jetzt auch noch mal dazu.
00:10:49: Ja.
00:10:50: Ich glaube, es ist immer eine Balance zwischen wirklich Aussprechen dürfen und auch können, wie es ist.
00:10:59: Und gleichzeitig aber irgendwie den Mut nicht verlieren oder das Gute auch mit rausnehmen.
00:11:07: Können Sie sich denn erinnern?
00:11:09: Gab's so einen Punkt an dem sie gemerkt haben ... Sie hatten mir vor Gespräche ziemlich lange allein gekümmert und die Pflege- und Betreuung selbst übernahm.
00:11:19: Gab es so einem Punkt, an dem Sie gemerkt hat, dass Sie was ändern mussten, Nicht mehr gut geht?
00:11:27: Ja, also es gab einen zwanzig-vierundzwanzig eindeutlichen Punkt das ich gemerkt habe.
00:11:36: Ich schaffe es körperlich und seelisch nicht mehr.
00:11:39: Also ich kriegte ein Bandscheibenvorfall hatte eine Augen-OP, die schief gelaufen war und dadurch waren eben auch Gangstörungen, Schwindelgefühle da.
00:11:53: Ich verlor Angewicht, hatte massiven Haarausfall.
00:11:56: also es waren wirklich sehr viele Aufmerksamkeitsmacher Und ich habe dann begonnen wirklich auch mein Mann in einer Tagespflege er bei uns in der Nähe eine sehr gute Tagespflege erleichtert, dorthin zu begleiten.
00:12:17: Morgens um neun und ihn um sechzehn Uhr wieder abgeholt hatte erst einen Tag in dort und durfte hinterher in drei Tage bringen.
00:12:27: das war schon eine große Erleichterung für mich Und habe in der Zeit begonnen dann mich über die Pflegeheimssituation hier kundigzumachen.
00:12:38: War das eine große Hürde?
00:12:41: Ja, also es war erst rein über den Verstand muss ich sagen.
00:12:45: Ich habe wirklich mein Inneres einfach vor die Tür gestellt erstmal.
00:12:50: Ich hab wirklich es rein über einen Kopf über die Ration gemacht.
00:12:57: War das eher so sage ich mal Interesse für was?
00:13:00: wäre wenn oder tatsächlich auch so dieses im Bewusstsein?
00:13:04: ich muss uns ja irgendwie darauf vorbereiten?
00:13:06: Oder ich möchte dass irgendwie besser planen können.
00:13:11: Es ist beides gewesen.
00:13:13: Also es ist wirklich dieses Plan zu haben, ein Plan A und einen Plan B also der schlicht sich auch langsam ein.
00:13:24: wirklich das ich merkte es stellten sich mein Mann lief und das tut er immer noch Auch im Heim, mein Mann lief viel weg.
00:13:34: Ich musste wirklich alles abschließen – das ganze Haus, alles kontrollieren und sein Tag-Nachtrhythmus stellte sich völlig um.
00:13:45: also ich schlief in der Nacht nur noch zwei drei Stunden dann und... Also ich mache es einfach mal offen!
00:13:52: Es ist tatsächlich auch das Thema Inkontinenz was Zunächst, ich versucht habe mit Hilfe eines Hilfsmittel-Lieferanten irgendwie hinzukriegen.
00:14:08: Aber letztendlich war es wirklich so, dass ich sehr beschäftigt war auch Mitreinigungsaufgaben, Toilette und ... was wirklich sehr gut war.
00:14:22: Also mein Mann ist problemlos in das ein ehemaliges Kinderzimmer eingezogen, dadurch hatte ich etwas mehr Ruhe.
00:14:30: aber ich musste wirklich auch alles zustellen habe eine Glocke neben seinen Bett getan dass er nach mir leuten konnte hab die Toiletten-Türen beschriftet mit einer laminierten Folie das er Bescheid wusste.
00:14:45: also das waren alle so Erste Schritte, die heifen.
00:14:50: Aber eigentlich wie so ein Tropfen auf dem heißen Stein mit der Zeit wurden.
00:14:56: und ja dann habe ich wirklich ... sehr gemerkt, an Weihnachten zwanzig vierundzwanzig auch durch meine Familie oder unsere Söhne mit ihren Familien die bei uns dann waren.
00:15:10: Auch die haben es gemerkt dass sie sagten das geht nicht mehr.
00:15:14: Das geht nicht mir mit dem Papa und das geht auch nicht mehr du schaffst das nicht also du kommst überhaupt nicht mehr zu dir und zur Eigentu schaffs das nicht mehr.
00:15:25: so.
00:15:26: und das war Sie fragten nach einem Moment des Erkennens, mit einem Stups.
00:15:32: Also ich habe wirklich so ein bisschen Rückenantrieb noch mal gebraucht durch meine Söhne und auch gemerkt sie verstehen mich und sie stehen hinter mir Und das war auch sehr wichtig für mich dass wir wirklich in einem Boot aus sind.
00:15:47: So dann hab' ich wirklich im Januar Ich hatte zuvor im Herbst schon einen Pflegeplatz abgesagt Und dann bin ich wirklich ganz aktiv geworden im Januar.
00:16:01: Dann hab' ich Nägel mit Köpfen gemacht, bin wirklich zu diesen drei infragekommenden Heimen und habe nochmal um den Wartep Platz gebeten und habe eine Kur beantragt.
00:16:14: Das war ein Riesenschritt etwas auch für mich zu tun.
00:16:22: Ich wollte meinen Mann eigentlich erst in die Verhinderungspflege geben.
00:16:27: Und dann wurde mir die Kur bewilligt und dann habe ich schon die Option erbeten, wenn es meinem Mann gefällt ihm heim ob er dann da bleiben dürfte.
00:16:43: War das auch der Kopf, die Vernunft, die das gefragt hat?
00:16:46: Nein, es war auch der Bauch.
00:16:48: Es war auch der Bauch, weil ich gemerkt habe das ist ein Heim.
00:16:53: Mein Mann ist immer Fußballspieler gewesen.
00:16:55: Fußball begeisterte Familie direkt in der Nähe des Fußballplatzes.
00:17:01: Da dachte ich wunderbar da können wir unsere Spaziergänge hinmachen und es sagte mir von der Atmosphäre zu und es ist tatsächlich nur zehn Minuten von mir entfernt, sodass ich mit unserem Hund und das ist sehr schön.
00:17:20: Und das ist ein richtiger Freudenbringer auch fürs Heim für alle die da sind, auch wirklich immer zu ihm hingekonnte.
00:17:29: Dann habe ich gemerkt so.
00:17:32: Es entwickelte sich ein schwieriges, zwanzigfümundzwanzig muss ich leider sagen Typisch, aber es war ganz einfach so.
00:17:46: Die Unruhe war da bei meinem Mann auch im Heim.
00:17:50: Mein Mann stürzte, mein Mann musste ins Krankenhaus was insgesamt zwanzig-fünfundzwanzig neunmal passierte und dann war er wieder zurück.
00:18:04: in dem Heim bin ich tatsächlich in die Kuh gefahren.
00:18:09: Ich hatte mich rückversichert, mein ältester Sohn wohnt vierzig Kilometer entfernt.
00:18:17: er war da mit seiner Familie und hat sich wirklich darauf eingestellt.
00:18:22: Mein junger Sohn wohnt in Hamburg also das sind vier Stunden entfernt.
00:18:27: Er war aber auch in Rufbereitschaft und ich bin gefahren Und ich habe mich vom ersten Tag an so Und es hat mir so gut getan.
00:18:40: Nach einigen Tagen kam der erste Anruf, Papa ist wieder im Heim und hatte eine Lungenentzündung.
00:18:48: Dann ging wirklich die Gespräche los, kann ich die Kur abbrechen?
00:18:53: Ist sie dann weg?
00:18:54: Was tu'
00:18:55: ich?".
00:18:56: Was war Ihr erster Gedanke?
00:18:58: Abbrechen um's nach Hause zu hören?
00:18:59: Ja, mein erster Gedanken war ganz klar...abbrechen!
00:19:05: Ganz klar, üblicher Impuls.
00:19:08: Ich muss doch für mein Mann da sein.
00:19:10: Ganz selbstverständlich Unruhe schaffen die
00:19:14: das.".
00:19:15: Also alte Muster kamen auch zum Vorschein wieder.
00:19:19: Kann ich die Verantwortung abgeben?
00:19:23: So und dann habe ich – und das war entscheidend für mich ein ganz langer Spaziergang alleine in der Natur gemacht!
00:19:32: Und da ist es mir gelungen, wirklich auch Abschied zu nehmen.
00:19:37: Ich habe wirklich auch gespürt wenn es dann so sein soll kann ich das Schicksal meines Mannes...ich bin ein gläubiger Mensch.
00:19:49: in Gottes Hände legen kann ich loslassen und kann auch die Verantwortung an meine Söhne weitergeben.
00:19:58: So und sie waren da!
00:20:00: Also mein jüngster Sohn ist aus Hamburg gekommen.
00:20:03: Mein ältester Sohn, die waren da und haben für den Papa wirklich gesorgt Und es war ein so gutes Gefühl für mich.
00:20:13: Es hat so gut getan.
00:20:14: auch Ich durfte bleiben, mein Mann kam wieder zurück ins Heim was ja heute sehr schnell der Fall ist.
00:20:25: Es stellte sich ein Bolus in der Lunge, also heraus.
00:20:30: Und er musste wieder zurück ins Krankenhaus und diesmal war wirklich die Lungenentzündung lebensbedrohlich.
00:20:40: Ich bin wirklich um Entscheidungen seitens des Krankenhauses gefragt worden.
00:20:45: Die habe ich dann getroffen hab das mit meinen Söhnen besprochen.
00:20:50: Das war schwer Also ist mal wirklich ganz schwer Aber ich habe auch Vertrauen gehabt, dass es so wird wie es gut ist für uns alle.
00:21:06: Also das hat sich wirklich bei mir auch tragend entwickeln können – auch für die Zukunft und das war ein ganz gutes Gefühl.
00:21:17: Ist dieses Vertrauen auf andere?
00:21:21: Auf Gott?
00:21:22: Auf was auch immer ist es wichtig um loslassen zu können?
00:21:25: Also ich finde Vertrauen ist schon sehr wichtig.
00:21:29: Auch Vertrauen in das medizinische Personal im Krankenhaus, auch Vertrauen also.
00:21:36: es hat an manchen Ecken wirklich auch im Heim gezwickt und gezwackelt.
00:21:43: Wir mussten uns wirklich ... Ich war sehr entsorgen, auch meine Söhne.
00:21:50: wir hatten ein bisschen Scheu-Klappen-Effekt.
00:21:53: Ich musste mich wirklich auch manchmal, habe ich darum gebeten rausgehen zu dürfen bei Gesprächen und tief durchatmen zu können.
00:22:03: Und ruhig wieder ins Gespräch hineingehen zu können weil... Mein Mann ist nicht der Einzige, es sind auf der Station noch zwanzig andere Heimbewohner und das ist auch bei allem Goodwill vom Pflegepersonal.
00:22:17: Und bei allem können muss man das auch sehen dass das wirklich eigentlich nur funktioniert und das tut es finde ich jetzt mittlerweile als Team.
00:22:28: Ich glaube da sind wir jetzt mittlerweile in diesem Jahr.
00:22:32: Also so ab Dezember hat sich wirklich Entspannung eingestellt und ich hätte die Pflege nicht leisten können.
00:22:41: Ich bin einverstanden, dass mein Mann dort in guten Hängen ist.
00:22:48: Wenn Sie jetzt quasi anderen angehörigenden Rat oder eine Idee geben würden.
00:22:54: aus Ihrer Erfahrung.
00:22:55: worauf kommt es denn an?
00:22:56: Dass man so ein Team wird oder das gelingt, dass man sage ich mal sich im Heim dass es funktioniert mit der Kommunikation, dem Miteinander.
00:23:07: Dass man vertrauen kann?
00:23:09: Ich glaube, ich habe für mich entschieden, ich gehe das Schritt-für-Schritt an.
00:23:17: Es wuchs mir manchmal über den Kopf, weil auch sehr viel Bürokratie da ist, die bewältigt werden will.
00:23:26: Also es war wirklich auch sehr viele ... Mir immer wieder gesagt, ich hab gemerkt.
00:23:32: Die Kraft kam auch beim Tun und beim Gehen.
00:23:36: Es war wirklich so, dass ich manchmal im Rückblick über mich gestaunt habe ... Und auch über meine Söhne, wie wir das zusammen hinbekommen haben.
00:23:47: Und mir dann mal auf die Schulter geklopft hab.
00:23:51: Ich dachte ja!
00:23:53: wenn man wirklich im Team ist und gut miteinander ist.
00:23:58: Und auch reden kann, Unterstützung ist goldwert.
00:24:03: also es ist wirklich so wichtig da ein gutes Unterstützungs Netzwerk zu haben und das hat sich ausgewirkt sowohl auch bei den Ärzten muss ich sagen viel auch mit dem Neurologen.
00:24:22: Es ging natürlich um die Unruhe, es ging um das Weggelaufen, es ging um die Stürzer auch.
00:24:28: Also wirklich geguckt und abgestimmt was ist das, was mein Mann braucht an Medikamenten?
00:24:37: Auch dass ein bisschen das Pflegepersonal entlastet wird.
00:24:41: also es war nicht einfach dieses Thema aber auch bei der Unterstützung, die mein Mann bekam.
00:24:48: er war erst im Rollstuhl Und dann hatte er einen G-Wagen, so wie Kinder auch ein G- Wagen kriegen.
00:24:57: Den das Heim wunderbarerweise zur Verfügung gestellt hat und ich bin wirklich jeden Tag hin hab mit ihm geübt und wir sind gelaufen und ja... Dann kam der Rollator und ab August mein Mann bekam Physiotherapie, bekam Ergotherapie die Logopäden hat zehn Monate die Schluckstörung behandelt, weil er nur passierte Kost bekommen durfte.
00:25:23: Also wenn man läuft wieder zwar nicht mehr so wie früher aber er läuft an meiner Hand.
00:25:30: wir machen mal etwas längere mal kürzere Spazierbänge es kommt Dankbarkeit auch es kommen ... mein Mann ist sehr weich geworden.
00:25:40: also es kommen wirklich auch schöne Glücksmomente Sätze die ich aufschreibe.
00:25:46: das ist auch so.
00:25:48: Ist es wichtig,
00:25:49: das aufzuschreiben schon oder?
00:25:51: Das Aufschreiben ist wichtig finde ich.
00:25:54: Das ist schon wichtig also wirklich... Ich habe ein Glas gehabt wo ich auch Glücksmomente hineingetan habe.
00:26:02: aber ich habe mir auch angewöhnt ich bin einfach auch eine Klangfrau.
00:26:07: Also ich habe morgens mir die Klangschale auf den Bauch gestellt Gedankt für die gute Nacht, die ich habe und wirklich auch für das was am Tag anliegt mich darauf vorbereitet.
00:26:24: Und es sind die kleinen Momente!
00:26:27: Es sind wirklich die kleinen momente eine nette Begegnung ein Lächeln Klar verständlicher Satz, der kommt.
00:26:37: Es sind die kleinen Momente, die wirklich auch dann entweder in das Glas oder in das Buch auf jeden Fall in meine innere Schatztruhe hineinwandern?
00:26:46: Das ist ein total schönes Bild, die Innere Schaststruhe.
00:26:52: Ich würde gerne noch mal wissen mich interessiert beim Umzug direkt auch ins Heim gibt es etwas auf dass sie Wert gelegt haben was sich vielleicht ihr Mann mit gegeben haben als ein Stück von zu Hause und so als Wohlfühlgefühl.
00:27:10: Ja, also das war mir wirklich sehr wichtig!
00:27:14: Das hatte ich mir auch schon relativ ... Es ging zügig.
00:27:18: Als ich die Entscheidung getroffen habe, dann ging es wirklich schnell!
00:27:23: Ich hab mir das Auto vollgepackt, mein älterster Sohn hat auch geholfen und der Lieblingssessel Manis-Manis kam mit.
00:27:33: Es ist ein Zimmer natürlich relativ klein, Quadratmetermäßig Aber ich habe versucht mit gelben Accessoires, also eine gelbe Tischdecke, gelbe Stühle.
00:27:47: Warum gelb?
00:27:48: Ach, war mir so.
00:27:50: Also erst mal war in seinem Lieblingssessel sowieso schon an gelbes Kissen.
00:27:55: das hat schon ein bisschen die Richtung vorgegeben und ich finde das Zimmer ist insofern sehr schön.
00:28:02: der Blick geht weit auf den Berg in die Ferne in die Weite.
00:28:06: Und dass es hier bei uns zu Hause auch und Ich wollte das einfach öffnen fürs für's Licht.
00:28:15: Es kam Bilder mit, man war ne Säkler gewesen.
00:28:19: Es kam Familienfotos aus seiner Herkunfts-Familie es kam Fotoalben von der Familie meines ältesten Sohnes über die Jahre auch wo wir immer Gesprächsstoff hatten.
00:28:35: ich erzähl natürlich deutlich mehr.
00:28:38: mein Mann hört zu wenn er dann mag und ein Wirklich großes Freudenbild von der Hochzeit meines jüngsten Sohnes mit seiner Tine, zwanzig dreiundzwanzig und nur lächelnde Gesichter.
00:28:54: Nur gute Stimmung und wir kommen rein ins Zimmer.
00:28:58: Das geht nicht nur meinem Mann so, der kann es bald sehen wenn er im Bett liegt sondern auch so jeder der neu reingekommst ist schaut und freut sich und auch unsere Hündin Frieda.
00:29:13: Auf dem Bild hängt übrigens auch an der Eingangstür bei meinem Mann.
00:29:19: Auch mit einem laminierten Fußball- und Bayern-Münchenschild, damit er einen Wiedererkennungseffekt hat.
00:29:28: Und ja es mal gelingt das, mal gelinkt nicht.
00:29:32: also ist einfach so.
00:29:34: Ja aber das war schon etwas.
00:29:37: auch Blumen die ich dann immer aus dem Garten mal mitbringe Ja, ein liebster Opa-Bächer und Malotensilien.
00:29:48: Also man hat immer gerne gemalt und das ist ganz gut wenn die Enkelmädchen zu Besuch kommen.
00:29:56: Die älteste ist elf, die jüngste ist fünf und sieben eben die Mählern mit dem Opa dann.
00:30:05: Und wenn er dann will, also er will natürlich nicht immer.
00:30:09: Manchmal will er auch nur zugucken aber es ist so ein kreatives tun was denn auch die Wand seines Zimmers schmückt und das ist schön finde ich.
00:30:24: Wie geht es Ihnen heute?
00:30:25: Also wenn Sie so ins Heim gehen zum Besuchen mit was für einem Gefühl gehen sie hin und mit welchem gehen sie nach Haus?
00:30:33: Also ein bisschen mulmiges Gefühl, dass es dauert eine Weile.
00:30:39: Wie wird die Ereignisse des letzten Jahres auch loszulassen?
00:30:43: So also ich schlage meine Klangschale an!
00:30:47: Ich gehe bewusst hinein ins Heim und nehme oft Unsere Frieda mit und schon erscheint ein Lächeln auf den Gesichtern.
00:30:57: Ich setze sie auch oft auf den Schuhs der anderen Heimbewohner, auch das Personal freut
00:31:02: sich.".
00:31:03: Also es ist eigentlich gefühlsmäßig schon – wie soll ich das sagen?
00:31:09: Schon eine Einladung!
00:31:11: Es ist irgendwie leichter geworden.
00:31:14: Es ist annehmend akzeptierend so, Jetzt ist.
00:31:25: Und wenn Sie fragen, ich bleibe eine Weile ... Ich laufe so manches Mal mit meinem Mann und manchmal spielen wir auch Karten, mau-mau nach seinen Regeln oder menschärge dich nicht.
00:31:40: Bin ich aber auch freueig mich weil ich habe mich gut jetzt in das Alleinsein eingefunden was wirklich auch ein Weg gewesen ist.
00:31:52: Ein innerer Weg, der nicht einfach war!
00:31:54: Wir kennen uns schon ewig und hatten goldene Hochzeit.
00:32:00: also von daher vom Alter auch von der Vorstellung hier das ist sehr viel Gemeinsames und auch da... Das geht mir ja nicht verloren ich habe es ja in meinem Inneren Ich trage's ja bei mir Und jetzt nehme Auch das, was mir an Möglichkeiten auch gegeben ist dadurch dass ich jetzt hier sein kann.
00:32:25: Also ich habe wieder ein Stück weit meine Entspannungs- und Klangpraxis geöffnet.
00:32:30: Ich hab wieder Klienten die kommen können zu mir Und auch gerne kommen wollen und ich freue mich wenn ich in den Garten gehen kann.
00:32:40: Es ist viel es ist manchmal wirklich Einiges was da auf mich wartet aber trotzdem diese Momente, die jetzt, ich sag mal ein bisschen freichstörungsfrei sind.
00:32:55: Nehme ich dankbar an!
00:32:58: Auch wirklich... Ich habe gemerkt im letzten Jahr konnte ich keine Musik hören.
00:33:05: Ich höre wieder Musik.
00:33:07: Ich merke auch mein Interesse hat sich geöffnet und es tut mir gut
00:33:16: Wenn Sie Ihren Weg jetzt so beschreiben, gibt es etwas was Sie gerne schon früher gewusst hätten oder gerne früher anders gemacht hätten?
00:33:30: Ich finde auf die Erkrankung dem Mensch kann man sich... Vorbereiten oder auf die Länge der Erkrankung.
00:33:39: Also es ist ja in der Regel schon ein längerer Weg, im dunkleren Moment glaube ich die Zuversicht immer wieder vorzuholen.
00:33:52: wirklich Ich bin sehr gerne auf meiner Lieblingsinsel Nordernai Und ich habe auch eine Seminargruppe, die seit achtzehn Jahren mit mir dort hinkommt.
00:34:03: Eine Frauengruppe nach Krebs und mittlerweile sind ... ist das unser allerlieblingsinsel?
00:34:10: Mit jeweils den Themen, die auch dran sind.
00:34:13: Ich bereite sie vor.
00:34:14: Ich habe zum Beispiel auch das Thema Glück oder Genusstraining auch mit dabei.
00:34:20: Also ich hab meinen Mann auch mit dabeigehabt noch zwanzig vierundzwanzig was wirklich sehr anstrengend war.
00:34:28: Aber es geht mehr als man denkt.
00:34:33: Es ist mehr möglich, als man denkt.
00:34:36: Aber wirklich dieses Achte auf deine Grenzen halte ich wie ein Stoppschild hoch.
00:34:45: Das ist mir tatsächlich bei allem Wissen auch... ab und zu mal davon geschwommen.
00:34:51: Also ich hab mir eine Erinnerungsmuschel vom Strand von Norderney in meine Tasche gesteckt, dass ich wirklich auch immer wieder daran denke atme oder komm geh einmal an die frische Luft oder tu eine Kleinigkeit für dich.
00:35:07: also das waren wirklich so kleine Hilfsanker die ich mir dann genommen habe.
00:35:17: Das war gut so.
00:35:18: Und das kann ich wirklich nur jedem... Es mag unterschiedlich, jeder wird etwas finden, jede wird etwasfinden was auch klein ist in die Tasche rein passt und erinnert oder auf den Tisch passt dann auch.
00:35:36: Vielen Dank.
00:35:37: Vielleicht zu guter Letzt noch ... Ihre Söhne sind ja, glaub ich ganz wichtig auch in diesem Prozess jetzt.
00:35:45: Sind die auch als Familie beziehungsweise?
00:35:48: Wie haben sie sich dann
00:35:49: neu
00:35:50: eingefunden mit der Heimsituation?
00:35:53: Kinder kommen auch ins Pflegeheim oder?
00:35:56: Ja selbstverständlich können die Kinder auch mit ins Pflegeheim.
00:35:59: Also mein ältester Sohn hat ein ... soziales Jahr gemacht, also ein freiwilliges Jahr damals zwischen Abi und Studium.
00:36:12: Der ist relativ zupackend mit der Situation einfach umgegangen.
00:36:18: Und seine elfjährige Tochter... Sie ist uns sehr nah wie alle beiden weiteren Enkelkinder auch.
00:36:27: die hat sich sehr zusammen gerissen wenn sie beim Oper war Und wenn sie bei uns zu Hause, dann war Flossen die Tränen.
00:36:35: Das war einfach auch so.
00:36:38: Meine Schwiegertochte hat sich um Klettverschlussschuhe um... Bündchenhosen.
00:36:43: Also wunderbar, auch ertig was sehr wichtig war für die Schuhe dass wir meinen Mann Orten konnten was total wichtig war gekümmert also das war schon hervorragend und unsere Hamburger Familie meine schwiegerteuchte ist Zahnärztin verstand also medizinisch auch eine ganze Menge.
00:37:04: ich konnte sie fragen.
00:37:06: mein Sohn hat mir auch jetzt geholfen bei der Einrichtung unsere für unser Gespräch.
00:37:14: Vielen Dank an dieser Stelle!
00:37:16: Das war toll, ich habe mich total darüber gefreut.
00:37:20: die kleinen Mädchen sind zunächst ein bisschen befangen wenn sie zum Opa kommen aber sobald wir so wie jetzt bei Sonnenschein sagen Sie kommen auch heute Abend aus Hamburg Wir gehen Eis essen das ist für meinen Mann das größte Dann ist es wirklich die Welt wieder in Ordnung.
00:37:37: Und dann wandern wir zum Eiscafé hier am Ort und sitzen ein bisschen banana, und es fühlt sich ein bisschen wie Normalität an.
00:37:49: Das ist gut auch so normale Momente zu schaffen – ganz normale Momente!
00:37:56: Überraschung kommt immer und da.
00:37:58: flexibel zu sein also ... Ein tolles Beispiel, das darf ich nicht vergessen.
00:38:04: Mein ältester Sohn ist begeisterter Tennis-Spieler und er hat dem Papa einfach weil er ein Mädenspiel hatte den Tennischläger in die Hand gedrückt Und mein Mann hat es geschafft wirklich den Ball Ich glaube, sechzehnmal wirklich rauf und runter zu bewegen.
00:38:23: Also im Langzeitgedächtnis, da steckte drin!
00:38:26: Das war also wirklich... Mein Sohn hat geistesgegenwärtig ein Video getreten.
00:38:31: Wir haben gestaunt.
00:38:34: Es ist und das macht Freude Denn auch.
00:38:37: doch es ist wirklich Und das möchte ich wirklich nochmal deutlich sagen Das eine ist wirklich Man schaut davor, aber das andere ist und das wissen wir nicht genau bei den mensch-erkrankten Menschen.
00:38:52: Wie viel wirklich an der Wahrnehmung, an der inneren Bearbeitung was vielleicht auch Unruhe oder Aggressionen auch mal machen kann wieviel sich da abspielt?
00:39:04: Da es in diesem nebulösen Raum ist wirklich noch ganz, ganz viel!
00:39:09: Und dass sich immer wieder auch in schweren Momenten In der Erinnerung zu rufen ist wichtig.
00:39:17: Da is viel und das macht es leichter auch.
00:39:22: Ja, vielen Dank lieber Frau Hausmann!
00:39:25: Vielen Dank dass Sie hier heute Gast waren und ja so offen erzählt haben weil für mich jetzt auch ein sehr berührendes Gespräch.
00:39:37: ich nehme daraus mit wie wichtig Familie letztlich ist Menschen.
00:39:42: die offen damit umgehen und aber auch den Mut haben, Dinge zu verändern.
00:39:47: Weil ich glaub ... Diese Krankheit bringt halt so viele Veränderungen mit sich.
00:39:52: Wir rennen da manchmal hinterher und haben gar nicht so die Chance.
00:39:56: Aber es ist doch irgendwie gut, wenn man vielleicht mutig an den Schritt gehen kann.
00:40:02: Und dass dieser Umzug ins Pflegeheim oft einen Schreck gespenst oder ... Ich hab das Gefühl im Gespräch mit vielen anderen, Das Letzte, also erst wenn gar nichts mehr geht dann entscheidet man sich fürs Pflegeheim.
00:40:16: Aber tatsächlich von Ihnen zu hören dass damit auch sehr viel Normalität und auch Familienalltag einhergeht fand ich sehr schön.
00:40:25: eine allerletzte Frage noch Wenn Sie anderen Angehörigen einen Satz mitgeben könnten auf Ihrem Weg welcher wäre das?
00:40:37: Jetzt ist dein Tag gestern ist schon vorbei Morgen kommt erst noch.
00:40:43: Macht daraus deinen besten Tag!
00:40:46: Danke.
00:40:50: Zum Abschluss habe ich noch ein paar Neuigkeiten von Desideria.
00:40:55: Desiderias ist ja für eine sich für Angehörige von Menschen mit Demenz einsetzt, mit verschiedenen Angeboten und eines von diesen Angeboten sind die angehörigen Seminare.
00:41:04: Die finden in der Regel digital statt.
00:41:08: Die Teilnehmenden treffen sich in einer kleinen Gruppe von maximal acht Personen, werden angeleitet von einem erfahrenen Therapeuten oder eine Therapeutin.
00:41:18: Es gibt dabei ganz viele wertvolle Informationen rund um Demenz und Strategien für den Alltag.
00:41:23: vor allem sind diese Seminare aber so gut weil sie einen geschützten Raum einfach bieten um sich mit anderen Angehörigen auszutauschen.
00:41:33: Dieses Angebot ist Für Teilnehmende aus Deutschland kostenfrei.
00:41:37: Es fangen demnächst wieder neue Seminare an, die Links und weitere Informationen findet ihr alle in den Shownotes.
00:41:44: Das war Leben lieben pflegen der desidäre Podcast zu Demenz & Familie heute mit meinem Gast Hella Horsemann.
00:41:51: Vielen Dank dass Sie da waren
00:41:53: Sehr gerne.
00:41:54: Ich hoffe Dass ich ein bisschen Mut machen
00:41:57: konnte.
00:41:59: Ganz sicher Danke Ihnen Danke
00:42:01: ihnen
00:42:01: auch Der Desideria-Podcast zu Demenz und Familie.
00:42:09: Redaktion Peggy Elfmann, Produktion Til Wallenweber.
00:42:14: Leben lieben pflegen ist ein Angebot von desideria.
00:42:18: Empfehlt diesen Podcast gerne weiter!
00:42:21: Alle Folgen und Informationen findet ihr in den Shownotes auf lebenliebenpflegen.de und auf Instagram unter desideriapunkt.ev.
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